Das Mysterium der Furinschnittstelle

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Die FCS eine dual-use Sequenz mit ungeahnten Folgen

drbine.substack.com📅 12.02.2026

SARS-Cov2 ist vor allem wegen seiner mysteriösen Furinschnittstelle (FCS) ein besonderes Virus. Die Furinschnittstellen (FCS) allein reichte in den alternativen Medien bereits für diverse “Verschwörungstheorien” über Biowaffen.

Eine weitere Theorie ist, dass sie von Ralph Baric mit Absicht eingefügt wurde, wie im Defuse Program beantragt. Genaues dazu findet man bei Jim Haslam.

Wenn man aber all das einfach beiseite lässt und die Furinschnittstelle (FCS) einfach für sich betrachtet, ohne den historischen Ballast, so ist diese Sequenz für sich bereits faszinierend genug.

2022 erschien ein Artikel der beschreibt, dass die Furinschnittstelle (FCS) ein reverse Komplement des MSH3 Gen ist.

DNA besteht aus zwei Strängen.

Es gibt die Hauptleserichtung

5’ CCT CGG CGG GCA 3’

Es gibt aber auch den zweiten Strang, den Gegenstrang, in dem A mit T paar und C mit G und umgekehrt.

3’ GGA GCC GCC CGT 5’

Ein reverse Komplement ist der Gegenstrang von 5’ nach 3’ also “rückwärts” gelesen:
5’ TGC CCG CCG AGG 3’

Dieser rückwärts gelesene Gegenstrang (das reverse Komplement) der Furinschnittstelle (FCS) wurde in einem Moderna Patent gefunden und gehört möglicherweise zu einem Gen namens MSH3

MSH3 ist ein Gen, das bei der DNA-Reparatur eine wichtige Rolle spielt.

Gene kann man stilllegen mit einer Technik die man RNA interference (RNAi) nennt, also dass RNA mit einem Gen interferiert, d.h. daran bindet und es auf diese Weise still legt, weil es nicht mehr abgelesen werden kann.

Neben den üblichen “Verschwörungstheorien” gibt es auch rein rational wissenschaftliche Erklärungen, wie die FCS in das Spike-Protein gelangt sein könnte. Darüber hat sich Siguna Müller in ihrem aktuellen, sehr theoretischen, Artikel Gedanken gemacht. So eine kleine Sequenz kann durchaus aus Versehen bei anderen Experimenten ungewollt in ein Virus(protein) gelangen.

“Abbildung 7. Die oben beschriebene Integration von kurzen interferierenden RNAs (siRNAs) kann in zweierlei Hinsicht Bedenken hinsichtlich biologischer Risiken hervorrufen: (1) Wie beschrieben, könnte die In-vitro-Co-Transfektion von siRNA und Viren zur Integration von Sequenzen in das virale Genom mit völlig unbeabsichtigten biologischen Aktivitäten führen. Einige davon könnten sich in ihren Funktionen überschneiden. (2) Das gezielte Screening von siRNA, z. B. um wichtige Wirtsgene stillzulegen, kann, wenn es unbeabsichtigt von RNA-Viren übernommen wird, als solche funktionelle siRNA zum Ausdruck kommen, ähnlich wie bei In-vivo-RNAi-Systemen, die chimäre Viren verwenden.”

“Abbildung 4. Gen-Silencing-Experimente mit großen siRNA-Bibliotheken im Zusammenhang mit CoVs können mit unterschätzten biologischen Risiken verbunden sein. Das Screening auf Funktionsverlust basiert häufig auf der Transfektion unzähliger synthetischer kurzer RNAs, die auf kritische Wirtsgene abzielen, die an der Virusinfektion beteiligt sind. In diesem Zusammenhang führen Experimente zur Untersuchung der Auswirkungen von Virusinfektionen, pharmakologischen Interventionen, immunologischen Signalwegen und Immunantworten unbeabsichtigt zur Co-Transfektion zahlreicher kurzer RNAs in dieselben Zellen, die anschließend dem Virus ausgesetzt werden. Insbesondere CoVs neigen von Natur aus zur Rekombination. Willkürliche Rekombinationen zwischen CoVs und einigen der Kandidaten-siRNA-Passagier-/Leitsträngen führen möglicherweise nicht zu lebensfähigen Mutanten (oberes Feld). Die Auswahl und Beibehaltung von Rekombinationsereignissen wird jedoch vor allem durch ihre evolutionären Vorteile bestimmt (Tabelle 1). Wenn diese rekombinanten Mutanten zusätzlich einem im Labor erzeugten Druck ausgesetzt werden, z. B. bei der Analyse der Wirkung von antiviralen Mitteln oder viralen Kernimportinhibitoren, könnte dies die Evolution von nicht berücksichtigten Fluchtvarianten vorantreiben. Sofern sie nicht streng kontrolliert und bekämpft werden, könnten solche unbeachteten CoV-Eigenschaften böswillig ausgenutzt werden. Diese Situation wurde durch den FCS-Insert in SARS-CoV-2 ausgelöst. Obwohl sie nicht mit dem Ursprung des Virus in Zusammenhang stehen, könnten solche Experimente erklären, warum Integrationsereignisse, wie sie von Ambati et al. vorgesehen sind, nur einen sehr kurzen Abschnitt der MSH3-Sequenz betreffen könnten (unteres Feld), was in früheren Arbeiten nicht berücksichtigt werden konnte [1,8]. “

Siguna Müller listet auch diverse andere Experimente auf, bei denen kleine Sequenzen auf natürliche Art aus Versehen in ein Virus gelangen können. Wer das genau wissen will, sollte den 48 seitigen Artikel lesen.

Wenn die Stelle, wo diese Fragmente natürlich, unbemerkt, ungewollt integrieren, für das Experiment des Forschers uninteressant ist und keinen Effekt auf seine Versuche hat, wird er diese Insertion wahrscheinlich gar nicht bemerken, weil er diese Stellen nicht sequenzieren und kontrollieren wird. Meist sequenziert man nur die Bereiche, welche für das Experiment wichtig sind und nicht das ganze Genom, das wäre zu teuer.

So kann es auch bei Moderna gewesen sein. Die Stelle hat nicht interessiert, war aber mit drinnen und wurde nicht beachtet. Die Sequenz ist einfach beim experimentieren irgendwann, irgendwie hineingeraten und hat bisher nicht gestört.

Nun ist es aber so, dass Viren klein sind und daher ihr Genom komprimieren/zippen müssen. Dafür werden Sequenzen gleichzeitig von verschiedenen Genen genutzt und in verschiedenen Leserastern unterschiedlich ausgelesen. Das ist normal, das ist bekannt, das kommt häufig vor und ist nicht neu.

Was wäre wenn, die FCS in SARS-Cov2 auch zwei Funktionen hätte und nicht nur eine Furinschnittstelle wäre?

Interessanterweise ist dieses FCS des SARS-CoV-2-Spike-Proteins Teil eines neuartigen pat7-Kernlokalisierungssignals (NLS), 681PRRARSV687 [34]. Das heißt, diese sieben Aminosäuren lange Sequenz (PRRARSV) umfasst gleichzeitig ein FCS und ein NLS. Dieses Beispiel für ein RNA/Peptid-Element mit doppeltem Zweck, bei dem eine einzige Sequenz zwei biologisch unabhängige Funktionen erfüllt, wird im Mittelpunkt der folgenden Analyse stehen. Obwohl das FCS wichtig ist, wird dem NLS aufgrund seiner unabhängigen funktionellen Aktivität größere Aufmerksamkeit geschenkt. Dadurch wandern sowohl das Spike-Protein als auch die mRNA in SARS-CoV-2-infizierte Zellen in den Zellkern [16].

NLS ist ein nuclear localization signal also eine Sequenz, die der Zelle sagt: “Das da bitte in den Zellkern verschicken.”

Das ist auch das Hauptthema von Siguna Müllers Arbeit. Man muss in Zukunft sehr aufpassen, dass man dual-use Sequenzen erkennt und kontrolliert. Die FCS in SARS-CoV2 ist eben nicht nur eine FCS sondern auch eine NLS also sowohl Furinschnittstelle als auch Kernlokalisationssignal. Es war also doppelt dumm/ignorant/verantwortungslos diese Sequenz nicht aus dem Impf-Spike zu entfernen. Novavax hat die Sequenz entfernt, die anderen aber nicht.

Das hat natürlich massive Konsequenzen, wenn das entsprechende Protein mit p53 interagiert. Das p53-Protein, der Hüter der Zelle, der diese in den Selbstmord schickt, wenn was nicht stimmt, befindet sich im Zellkern, wo es als Transkriptionsfaktor fungiert und die DNA bewacht. Wenn das Spike-Protein nun wegen der dual-use FCS/NLS in den Zellkern gelangt und da p53 beschäftigt, ist das schlecht für die Zellgesundheit.

Kaum einer redet darüber, dass die FCS eben auch eine NLS ist, das ist ein Problem.

Ein weiteres Problem ist die Homologie zu MSH3.

Die Forschung zu RNA-Viren hat mehrere Wege aufgezeigt, wie diese die DNA-Schädigungs- und Reparaturprozesse des Wirts unterdrücken oder kapern. Die beobachtete Sequenzüberlappung in SARS-CoV-2 mit der Umkehrung einer kurzen MSH3-Sequenz wirft die Frage auf, ob diese Homologie RNAs erzeugen könnte, die als siRNAs wirken und dieses kritische Gen stilllegen, wodurch dessen Funktion bei der homologen Rekombination beeinträchtigt würde.

Schnipsel der modRNA, die dummerweise gerade diese MSH3 homologe Sequenz enthalten, könnten theoretisch das DNA-Reparaturgen abschalten. Die Fragmente der modRNA sind unberechenbar und zufällig. Über das Thema habe ich schon vor langem geschrieben. Die Plörre muss nicht integrieren, um Schaden anzurichten, dazu reichen bereits die kleinen Fragmente.

Diese synthetischen Sequenzen mit zweierlei Funktion werden in der Genetik gerne eingesetzt, um Mutationen zu verhindern, weil bei einer Mutation gleich zwei Gene beteiligt wären, das reduziert die Wahrscheinlichkeit, dass es zu einer Mutation kommt. Es gibt aber auch andere Anwendungszwecke.

Synthetische Konstrukte mit überlappenden Genen sollen synthetische Designs stabilisieren, da Mutationen beide Gene gleichzeitig beeinflussen. Eine solche Genstabilisierung zielt darauf ab, den horizontalen Gentransfer zu reduzieren und die biologische Sicherheit zu gewährleisten.

[…]

Wenn die Aufmerksamkeit auf ein wichtiges Zielgen gerichtet ist, kann ein überlappendes Gen unerwartete oder schädliche Aktivitäten verbergen und so sein unerwartetes oder bösartiges Verhalten tarnen.

Damit wären wir wieder bei dem seltsamen Leseraster im Spike-Gen, welches Kevin McKernan gefunden hat. Unfall, ungewollte Folge der Codon- ”Optimierung” oder Absicht?

Tatsächlich können Sequenzen mit mehreren Funktionen leicht bösartige Eigenschaften verschleiern, insbesondere wenn sie kombiniert werden (synergistische/transitive Effekte), in einem Kontext, in dem eine Funktion als harmlos erscheinen kann, und/oder, wie oben dokumentiert, da viele Merkmale, wie Viren der Erkennung und Abwehr durch das Immunsystem des Wirts entgehen, unvollständig verstanden, unlogisch oder völlig unbekannt sind. In diesem Zusammenhang ist die Rekombination zwischen CoVs und kurzen RNAs besonders besorgniserregend, da sie RNAs mit regulatorischen Fähigkeiten tarnen könnte. Der Erwerb von Sequenzen, die zu mRNA des Wirts komplementär sind (umgekehrt), könnte kritische Genfunktionen des Wirts herunterregulieren oder andere unbeabsichtigte Funktionen während der Wechselwirkung zwischen Pathogen und Wirt haben.

[…]

Im Zusammenhang mit Laborexperimenten, die

(i) eine auf Krebs ausgerichtete Manipulation von DNA-Reparaturwegen,

(ii) selektiven Druck durch DDR-Hemmung,

(iii) einer medikamentösen Hemmung des Kerntransports und

(iv) der Verwendung von siRNA-Bibliotheken für das Gen-Knockout kritischer Wirtsgene

könnten diese Faktoren, wenn sie im Zusammenhang mit onkogenen oder onkolytischen Viren oder CoVs als experimentelle Werkzeuge oder Kontaminanten untersucht werden, theoretisch zu unzähligen Rekombinationsereignissen in einigen CoVs führen. Dazu könnten mehrere Funktionen gehören, wie z. B. NLS/FCS-Überlappung oder Funktionen zur Gen-Silenzierung des Wirts, die die Infektiosität und Pathogenität des Virus verdeckt verstärken könnten.

Der Artikel warnt daher auch, dass scheinbar harmlose Experimente mit onkolytischen oder anderen Viren unbeabsichtigt und teils unbemerkt zu neuen, schwer kontrollierbaren Virusvarianten führen könnten – und dass die aktuellen Sicherheitsvorkehrungen dafür noch Löcher haben.

Die FCS kann also theoretisch auch aus Versehen in das Spike-Protein geraten sein.

Damit wäre die Laborleak Theorie zwar nicht vom Tisch, es kann aber, wenn man die diversen Möglichkeiten bedenkt, wie so eine FCS-Sequenz in das Virus gelang sein kann, durchaus auch ein Versehen gewesen sein.

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Ambati BK, Varshney A, Lundstrom K, Palú G, Uhal BD, Uversky VN, Brufsky AM. MSH3 Homology and Potential Recombination Link to SARS-CoV-2 Furin Cleavage Site. Front Virol. 2022 Feb;2:834808. doi: 10.3389/fviro.2022.834808. Epub 2022 Feb 21. PMID: 39176223; PMCID: PMC11340822. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/39176223/

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Wikipedia contributors. (2025, October 6). MSH3. Wikipedia. https://en.wikipedia.org/wiki/MSH3

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Vitriol, D. V. (2023, October 1). Integriert die Plörre nun oder nicht? DrBine’s Newsletter.

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